Schlechte Wahl

 

 

 

 

so nicht..... dass möchten wir Ihnen und den Hunden ersparen....

 

 

 

Bo Dion van der Akkelei - eine Leidensgeschichte

Geschrieben aus Bo´s Sicht                                                                                                

      

      

Hallo!
Mein Name ist Bo Dion van der Akkelei- Rufname Bo.
Ich bin ein Rüde und wurde am 12.01.2007 in den Niederlanden geboren.
Am 20.04.2007 kam meine Familie um mich abzuholen.
Bevor ich mit Ihnen mitfahren durfte- hat sich mein Züchter sehr lange mit Herrchen und

Frauchen unterhalten.
Die Kinder waren ganz aufgeregt und wollten mit mir nach Hause.
Nach 3. Stunden Autofahrt, kamen wir im neuen Zuhause an.
Die restliche Familie wartete schon auf uns.
Ich wurde freudig begrüßt.
Alles war ganz aufregend und neu.
ich musste ganz viel lernen...

 

                                                                                                                                                                                                  

Herrchens und Frauchens Lieblingswort scheint Pfui oder Aus zu sein.

Nix darf man- nicht in die Wohnung Pipi machen, Türen, Schuhe und Möbel nicht ankauen und nicht in dem gemütlichen großen Bett von Herrchen und Frauchen schlafen....


Jetzt lebe ich schon fast ein Jahr bei meiner Familie. Wir haben aufregende Zeiten hinter uns...Ich war 2x im Urlaub am Meer, was ich unglaublich spannend und toll fand. Die ganze Familie immer um mich herum und immer war einer da zum Spielen. Auch habe ich die eine oder andere Erfahrung mit erwachsenen Hunden gemacht, die nicht immer angenehm waren. Immer wieder stellte meine Familie nach längeren Spaziergängen oder nach dem spielen fest dass ich lahmte. Meine Leute sind dann mit mir zu meiner Tierärztin, die hat uns dann weiter in die Tierklinik überwiesen.

Dort wurde ich untersucht, kurz schlafen gelegt und geröntgt. Nach dem Wachwerden war mir ganz duselig im Kopf... und meine Leute waren sehr bedrückt und traurig.
Der Tierarzt in der Klinik stellte die Diagnose, das ich schwerste Hüftdysplasie habe, Arthrose in den Ellenbogen .Ich brauche 2 neue Hüften und alle 1,5 Jahre eine Arthroskopie an den Ellenbogen. Das alles kostet viele tausend Euro die meine Familie sich nicht leisten kann. Der TA sagte es gäbe 2 Möglichkeiten - OP`S oder Euthanasie. Frauchen und Herrchen waren sehr, sehr traurig. Euthanasie kam für sie als allerletzte Lösung in Frage. So haben sie im BiN-Forum und im I-Net nach Alternativen gesucht um mir helfen zu können. Ich bekomme jetzt jeden Tag ein Schmerz -Medikament- gering dosiert- so dass meine Nieren und Leber gesund bleiben. Jede Woche kommt eine Hunde- Physiotherapeutin, die Übungen mit mir macht und mich massiert, ein spezielles Futter und leider darf ich nie ohne Leine spielen. Das war im Oktober 2008...

Inzwischen geht’s mir ganz gut, ich habe ganz viel Brustmuskulatur, die Gelenke sind nicht mehr geschwollen und ich baue Muskulatur an der Hinterhand auf.aber ich brauche weiter jeden Tag mein Schmerzmedikament und bekomme Physiotherapie.
 Wenn wir allein in Wald und Flur unterwegs sind- darf ich auch ohne Leine laufen. Manchmal geht es mir auch nicht gut und ich mag nicht spielen oder laufen. Frauchen ist dann immer sehr besorgt und schaut mich dann traurig an- ich gehe dann immer zu ihr und stups sie an.
Dann lächelt sie und krault mich unterm Kinn -da hab ich es am allerliebsten und mache meinen Hals gaaaaaaaaaaanz lang.

 

 


 


Zusatz von Bo’s  Familie:


Bo´s Züchter zeigte sich zunächst unkooperativ und leugnete. Auch Hinweise von weiteren Akkelei Bouvier´s verleugnete er zunächst und war mit der Kommunikation der Besitzer untereinander  nicht einverstanden. Es tauchten und tauchen immer weitere HD und ED betroffene Akkelei Bouvier auf. Inzwischen hat er uns nach langem Schriftwechsel den vollen Welpenpreis  erstattet. Der Kontakt zu dem Züchter endet für uns hiermit, einen Erwerb eines Welpen van der Akkelei können wir

nicht empfehlen.
Wir haben herausgefunden, das die HD bzw. ED durch die Verpaarung entsteht. Bo´s Züchter züchtet Blutlinie- das heißt der Züchter verpaart innerhalb seines Zwingers. So ist beispielsweise Bo´s Vater auch sein Großvater.
Wird nicht auf die richtige Verpaarung geachtet bzw. frisches Erbgut eingezüchtet, so können Erbkrankheiten die Folge sein.

Bo´s Halbruder Sam ( der selbe Vater) ist ebenfalls von ED. betroffen.



   ... aber 
  Bo hat uns ausgesucht und wir ihn.
  Es kommt wie es kommen muss

  Doch wenn es sein muss, kämpf ich bis zum Schluss.

 

Angela

 

 


 

 

 

Sam - Amor Lady van de Akkelei

Wurftag: 07.11.2007

Halbruder von Bo.

Sam habe ich beim Züchter insgesamt dreimal besucht. Beim dritten Mal habe ich ihn mitgenommen. Ich war so dumm und so unerfahren und naiv.

Wie findet man den richtigen Züchter? Immer wenn ich dort war, wurde anderthalb Stunden mit mir geredet. Ich wurde alles mögliche gerfragt und bangte wegen meine "Tagesmami" Planung schon darum, überhaupt einen Hund zu bekommen.


Als ich Sam mit einer Woche das erste Mal sah, war er nur ein Knäul.

3 Wochen später war er schon irgendwie silbrig. Seine mir präsentierten Eltern waren schön schwarz. Beide etwas klein für echte Bouvels aber das empfand ich jetzt nicht als KO Kriterium.

Als ich ihn vor Silverster 2007 abholen wollte hies es, das würde nicht so gut gehen. Über die "lauten" Tage würde man ihn lieber noch da behalten wollen. Fakt ist aber, dass der kleine Mann tatsächlich einen Nabelbruch hatte, an dem er operiert war und man wohl bange war, dass ich einen frisch operierten Hund übernehme. Als wir dann eine Woche später kamen mussten wir uns dann ein "Sie sind die letzten, die den Hund aus diesem Wurf abholen" anhören.

Als ich die Züchter auf Bo ansprach, der ein halbes Jahr älter ist als Sam, da tat man so als erinnere man sich nicht....da kannte ich aber auch noch nicht die ganze Geschichte und nahm dann den kleinen, noch heller gewordenen Wuschel mit seiner kleinen Naht am Bauch einfach mit.

Irgendwas in mir wusste, dass das noch nicht das Ende war. Aber ich wollte dem kleinen Kerl einfach das Zuhause geben, dass ihm eine Zukunft bietet.

Nach dem ersten Scheren war klar: Sam ist ein hellgrauer/blonder Bouvier.

Was mir vom Züchter noch als was ganz besonderes bepriesen wurde war bei der Frau, die den Hund schnitt schlicht und einfach eine Fehlfarbe. Eine Farbe, die diese Rasse nicht haben sollte.

Mit 12 Wochen begann das elendige Jucken. Futterallergie. Eine Blättermagen-Mahlzeit machte klar: Getreide. Seitdem ist jeder Sack Futter doppelt so teuer wie das andere Futter. Auch deswegen Barfen wir Sam heute.

Mit 7 Monaten wurde geröngt und die ED war schlimm. Man sagte mir, dass man in dem Alter eigentlich garnicht röntgen würde, das sei einfach viel zu früh. Es musste unbedingt operiert werden und zwar so bald wie möglich. Auf beiden Seiten.

Auch in der Klinik war man sprachlos über derart schlechte Gelenke und die OP hat die notwendige Erleichertung wegen der Knorpel- und Knochensplitter gebracht aber die Arthrosen sind drin und mit Physio und schwimmen usw versuchen wir, das kleine Skelett zu stützen. Er hat trotzdem jeden Tag Schmerzen.

Der Charakter unseres Bouvelchen ist so herzig. Er ist so eine Frohnatur. So ein kleiner Sonnenschein. Er dreht sich seine Welt zurecht. Nutzt seine Möglichkeiten so gut er kann. Lernt schnell und ist auch lernbegierig. Hat sein Leben mit uns und seiner Tagesmami und ihrer Familie voll im Griff. Wird überall geliebt und geherzt und ist einfach nicht mehr weg zu denken.

Wir haben daher aufgehört, uns vorzurechnen wie alt er werden könnte. Wie lange es ihm wohl noch gut gehen wird. Wir genießen einfach jeden Tag und staunen immer wieder darüber, was der kleine Lauser sich so einfallen lässt, um uns zu unterhalten.

Ich liebe mein Bouvelchen und geb ihn nie wieder her !

Aber ich werde auch weiter mit Leuten wie der Interessengemeinschaft dafür kämpfen, dass solche Zuchten eine Ende finden. Dass diese Züchter öffentlich angegeben und namentlich genannt werden!

 

Bine

 

 


Bart Dion v.d. Akkelei


 




Nächsten Monat sind es zwei Jahre her, als ich den Connar zu uns holte.
Damals sagte mir eine Bekannte das sie sich einen Bouvierwelpen bei
einem Züchter in Holland holen wollte. Ich habe ihr noch gesagt: guck
bei anderen Züchtern, doch das dauerte ihr zu lange!
Als sie dort hin fuhr, sagte ich ihr noch das ich im Moment keinen Hund
haben will.
Zu der Zeit lebten mein Rüde Sam ( zu dem Zeitpunkt 11 1/2 Jahre) und
meine Hündin Ninja ( zu dem Zeitpunkt 12 1/3 Jahre alt) noch bei uns und
wir führten ein gemütliches Leben, an das man sich zu schnell gewöhnen
kann. Wir machten gaaaanz gemütliche Spaziergänge und genossen das Leben!

Meine Bekannte bekam bei diesem Züchter noch eine Hündin von 12 Wochen.
Jetzt saß da noch ein Rüde, den der Züchter....ich könnte jetzt
schreiben: verkaufen wollte.....doch ich schreibe: los werden wollte!!!!!!
.
In den darauffolgenden Wochen hatte ich ständig diesen Züchter am
Telefon (was ja auch nicht gerade für ihn spricht). Ich habe vier Wochen
lang ständig mit ihm telefoniert, bis ich dann sagte: ich komme da
runter und gucke ihn mir an!
Der arme Kerl saß da in, wie soll ich sagen.....ich glaube man könnte
"Stall" dazu sagen!
Er saß 16 Wochen in diesem Stall und kannte nichts anderes. Das stieß in
mir verdammt sauer auf! Dann ließ er den Kleinen Kerl raus und er freute
sich seines Lebens über dieses bißchen Freiheit. Er lief da rum sprang
an mir hoch und lief und hatte einfach Spaß an seinem kleinen Leben.
Ich bin ja eigentlich mit dem Gedanken hin gefahren: ich gucke es mir
einfach mal an, ob es stimmt was über diesen Züchter so im Internet steht.
Ich wollte es als Ausflug betrachten und hatte mir vorgenommen, ohne
Hund nach Hause zu fahren. Ich bin auch ohne Hund wieder nach Hause
gefahren. Doch am nächsten Tag rief er wieder an und ich sagte: Ich
komme Morgen und hole ihn!
Mir tat dieser Kleine Kerl einfach so entsetzlich leid. Ich weiß...genau
aus diesem und vielen anderen Gründen sollte man keinen Hund kaufen, da
dadurch immer mehr Hunde "produziert" werden. Doch er saß ja nun mal da
und keiner wollte ihn haben.
Ich habe diesen kleinen Scheißer so lieb gewonnen....ich bin eigentlich
froh, daß ich ihn mitgenommen habe.
Hätte ich ihn nicht mitgenommen, dann hätte ich wohl erstmal keinen Hund
mehr genommen. Denn Sam, Ninja und ich waren so ein eingespieltes Team,
daß ich mir gar keinen anderen Hund vorstellen konnte.
Aber jetzt bekomme ich die Quittung präsentiert!
Connar humpelt!
Gestern habe ich sein linkes Vorderbein röntgen lassen! Auf dem Bild
sieht es so aus, als ob direkt neben seinem Gelenk zwei kleine
Wucherungen sind, die bei Streckung in das Gelenk greifen!
Nächste Woche Freitag haben wir einen Termin bei einem Spezialisten! Und
weil Connar Nüchtern sein muß, denke oder hoffe ich, daß er sofort
operiert wird.
Trotz der schlechten Sozialisierung hat er sich dennoch prächtig
entwickelt! Und ich werde alles tun, damit er schmerzfrei leben kann.
Ich könnte es nicht ertragen ihn leiden zu sehen. Und das Gleiche gilt
für Esca!

So bin ich zu meinem Schmusebären Connar gekommen!
Ich wußte, was mich erwartet und leider habe ich auch schon Erfahrung
mit HD machen müssen, bei meinem alten Rüden! Aber selbst er ist fast 12
Jahre geworden.


 

 

 

 

 

Wir, als Interessengemeinschaft für die Bouvier des Flandres, wollen alles dafür tun, dass solchen Züchtern/Vermehrern es schwer fällt, weiterhin Welpen zu  verkaufen.

 

Wir wollen Aufklärung leisten über die verschiedenen Möglichkeiten, sich einen gesunden Bouvier von einem verantwortungsvollen Züchter zu erwerben.

Wir wollen allen Bouvierinteressierten die Möglichkeit geben, sich über die verschiedenen Zuchtmassnahmen der verschiedenen Vereine, auch in verschiedenen Ländern, zu informieren.

Wir wollen allen Bouvierinteressierten unsere Erfahrungen mit dieser wundervollen Rasse zur Verfügung stellen, damit auch Sie den für sich passenden Bouvier finden – sei es ein Welpe oder ein Secondhand-Bouvier.

Und wenn es nötig ist, werden wir alles dafür tun, dass ein Bouvier, der in Not ist, ein neues Zuhause findet.

 

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